Sonntag, 24.05.2026

Kommissionieren: Definition, Prozesse und Beispiele für den Lagerbetrieb

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Die Kommissionierung bezeichnet den Vorgang, bei dem Artikel aus einem Lager entnommen werden, um die Aufträge der Kunden zu erfüllen. Hierbei kommen verschiedene Methoden und Techniken zum Einsatz. Kommissionierer nutzen Hilfsmittel wie Greifer oder Picker, um die gewünschten Produkte präzise auszuwählen. Im Bereich der Kommissionierung gibt es sowohl einfache als auch komplexe Ansätze, wobei die mehrstufige Methode insbesondere für herausfordernde Auftragsstrukturen entwickelt wurde. Die Wahl der Kommissionierungstechnik richtet sich häufig nach den Anforderungen der Aufträge und basiert auf spezifischen Bedarfsinformationen sowie dem Zustand der Waren im Lager und deren Verbrauch. Einflussfaktoren für die Effizienz des Kommissionierungsprozesses sind unter anderem der Unterschied zwischen manueller und automatisierter Kommissionierung, die erforderliche Kommissionierzeit, Basiszeit, Transportzeiten, Greifzeiten, Ausfallzeiten und Verteilzeiten.

Arten der Kommissionierung: Einstufige vs. Mehrstufige Verfahren

Die Kommissionierung kann in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: einstufige und mehrstufige Verfahren. Bei der Einzelkommissionierung handelt es sich um die einstufige Kommissionierung, bei der Aufträge auftragsorientiert abgearbeitet werden, oft durch das Mann-zur-Ware-Prinzip. Hier erfolgt die Entnahme einzelner Artikel in hocheffizienten Pick-Prozessen. Im Gegensatz dazu umfasst die Sammelkommissionierung mehrere Aufträge gleichzeitig und folgt dem Ware-zum-Mann-Prinzip, wodurch verschiedene Produktkategorien in einem Schritt bearbeitet werden. Mehrstufige Kommissionierung kann Vorteile bieten, wenn die Gesamtmenge an Artikeln hoch ist und die Effizienz maximiert werden kann.

Kommissionierungsverfahren im Detail: Parallele und serielle Kommissionierung

Kommissionierung umfasst verschiedene Verfahren, darunter die parallele und serielle Kommissionierung. Bei der parallelen Kommissionierung arbeiten mehrere Kommissionierer gleichzeitig an einem Gesamtauftrag, was die Effizienz steigert. Im Gegensatz dazu erfolgt bei der seriellen Kommissionierung der Prozess in festgelegten Schritten, wobei jeden Teilauftrag nacheinander abgearbeitet wird. Lagerverwaltungsysteme spielen eine entscheidende Rolle, indem sie die Auftragsorientierte Kommissionierung unterstützen und die Anordnung der Lagerzonen optimieren. Durch die Anwendung der zweistufigen Kommissionierung kann zudem eine Konsolidierungsstelle für die Verpackung und den Abtransport von Bestellungen eingerichtet werden. Diese Methoden beeinflussen sowohl die Produktivität als auch die Zufriedenheit bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Kommissionierungssysteme

Verschiedene Kommissioniermethoden bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile. Manuelle Kommissionierung ermöglicht Flexibilität und einfache Anpassungen im Lagerbetrieb, jedoch können die Kosten durch Arbeitsaufwand und Zeit ineffizienter ausfallen. Maschinelle Kommissionierung steigert die Effizienz und beschleunigt die Warenbereitstellung, bringt jedoch hohe Investitionskosten mit sich. Die Wahl des geeigneten Kommissionierungsverfahrens hängt von den spezifischen Anforderungen des Auftrags und der Betriebsform ab. So können Strategien zur Zusammenstellung und Logistik entscheidend sein, um die Gesamtleistung im Lager zu optimieren.

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