Mittwoch, 19.08.2026

Hessen hebt Waldbrandalarm auf nach landesweiten Regenfällen

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Nachrichten aus dem Rhein-Main Gebiet und Hessen

Die Regierung in Wiesbaden hat die in Kraft befindliche Alarmstufe A für die Waldbrandgefahr in Hessen aufgehoben. Grund für die Entscheidung sind landesweite Niederschläge und ein deutlicher Temperaturrückgang, die nach Angaben des Ministeriums zu einer spürbaren Entspannung der Lage geführt haben.

Lage und Prognose

Der Deutsche Wetterdienst erwartet nach derzeitigem Stand keine erneute, flächendeckende und anhaltende Zunahme der Waldbrandgefährdung auf kritische Werte in den nächsten Tagen. Dennoch mahnt das Ministerium zur Vorsicht. Vertrocknete Vegetation und bereits abgestorbene Blätter können auch nach den ersten Regenfällen weiterhin Brandrisiken bergen.

Die Alarmstufe A war am 3. August 2026 in Kraft gesetzt worden. Das Ministerium hob diese Stufe mit sofortiger Wirkung auf. Gleichzeitig betonte es, dass eine Wiedererklärung der Alarmstufe vor dem Hintergrund der monatelangen Trockenheit nicht ausgeschlossen werden kann.

Schadflächen und Brandereignisse

Der Juli 2026 war in Hessen nach Angaben des Ministeriums der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und zugleich außergewöhnlich warm. In der Folge hatte die Waldbrandgefahr seit Anfang August landesweit zugenommen.

Nach vorläufigen Daten gab es allein seit dem 3. August 2026 knapp 50 Waldbrände mit einer Schadfläche von rund 380.000 Quadratmetern. Seit Jahresbeginn wurden mindestens 160 Waldbrände mit einer Gesamtschadfläche von etwa 560.000 Quadratmetern registriert. Diese Fläche entspricht nach den Angaben in etwa der Größe von 78 Fußballfeldern.

Einsatzkräfte, Vorsorge und Verhalten der Bevölkerung

Nach Einschätzung des Ministeriums konnten sehr große Schäden nur durch das koordinierte Zusammenspiel von Forstverwaltung, Feuerwehr und vielen freiwilligen Helfern verhindert werden. Den Einsatzkräften gilt besonderer Dank für ihren persönlichen Einsatz bei der Waldbrandabwehr und der Bekämpfung einzelner Brände.

Das Ministerium bittet die Bevölkerung weiterhin um umsichtiges Verhalten. In besonders gefährdeten Waldgebieten und an Waldrändern kann es im Einzelfall nach wie vor erforderlich sein, Grillstellen zu schließen. Solche Einschränkungen werden zum Schutz von Menschen und Wald begründet.

Die Informationen zur aktuellen Bewertung der Lage und den Alarmstufen stammten vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

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