Donnerstag, 20.08.2026

Hanau beschließt regionale Strategie bis 2029 und richtet Jugendberufsagentur ein

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Die Stadt Hanau und lokale Partner haben eine regionale Strategie zur Optimierung des Übergangs von Schule in Ausbildung und Beruf bis Ende 2029 beschlossen. Kernpunkt der Neuausrichtung ist die Einrichtung einer Jugendberufsagentur, die im September ihre Arbeit aufnehmen soll und Kompetenzen von Jobcenter, Agentur für Arbeit und dem Amt für Soziale Prävention bündeln wird. Die Strategie ist die erste Fassung, die ausschließlich für Hanau entwickelt wurde.

Ziele und Förderrahmen

Die Hanauer Strategie orientiert sich an dem landesweiten OloV-Ansatz Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule in den Beruf. Ziel ist, junge Menschen schneller und passgenauer in berufliche Ausbildungen zu vermitteln, die duale Ausbildung zu stärken, Unterstützungsangebote transparenter zu machen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Gefördert wird der Prozess durch Mittel der Europäischen Union sowie durch zwei hessische Ministerien, das Wirtschaftsministerium und das Kultusministerium.

Neuaufstellung der Steuerungsgruppe

OloV wird in Hanau bereits seit 2008 von Schulen, Kammern, Jugendhilfe, Bildungsträgern und der Stadt umgesetzt. Bis April 2026 arbeiteten die Hanauer Akteure in einer gemeinsamen Steuerungsgruppe mit dem Main Kinzig Kreis. Wegen veränderter strategischer Ausrichtungen wurde die gemeinsame Gruppe neu geordnet; die beiden Jugendämter sollen weiterhin vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Mitte Juni verabschiedete die neu formierte Steuerungsgruppe die „Regionale Strategie bis Ende 2029“ als Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit.

Jugendberufsagentur als praktischer Schwerpunkt

Die geplante Jugendberufsagentur soll lokale Zuständigkeiten zusammenführen und die Beratung und Vermittlung für junge Menschen zentralisieren. Träger sind das Jobcenter Hanau, die Agentur für Arbeit und das Amt für Soziale Prävention. Die Agentur soll eng mit dem bestehenden OloV-Netzwerk kooperieren. Zudem ist ein Abstimmungstreffen mit der Region Main Kinzig Kreis vereinbart, um Schnittstellen im Pendlerraum zu koordinieren.

Beteiligte Akteure und Zuständigkeiten

An der Hanauer Steuerungsgruppe beteiligen sich Vertreter der Agentur für Arbeit Hanau, des Staatlichen Schulamts für den Main Kinzig Kreis und Hanau, der Stadt Hanau, der Industrie und Handelskammer Hanau Gelnhausen Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau, des Jobcenters Hanau, verschiedener Träger der Jugendberufshilfe und des Deutschen Gewerkschaftsbundes Südosthessen. Oliver Doll übernimmt die Regionalkoordination.

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