Seit dem 17. August 2026 steht die Wasserampel im Versorgungsgebiet der Rheingauwasser GmbH wieder auf Stufe Gelb. Trotz der Herabstufung liegt der tägliche Trinkwasserverbrauch seit mehreren Tagen fast auf dem bislang gemessenen Tagesmaximum. Die Gewinnungsanlagen arbeiten mit sehr hoher Förderleistung, und der Bezug von Fremdwasser über den Wasserbeschaffungsverband Rheingau Taunus nähert sich der maximal verfügbaren Menge.
Aktuelle Lage in der Wasserversorgung
Die Betreiber der Versorgung beobachten anhaltend hohe Wasserentnahmen. Nach Angaben der Rheingauwasser GmbH sind die Anlagen ausgelastet und die zusätzlichen Liefermengen von außerhalb des Versorgungsgebiets nahezu ausgeschöpft. Damit reduziert sich der Spielraum, um kurzfristig auf weitere Verbrauchsspitzen zu reagieren.
Empfehlungen für Haushalte und Betriebe
Aufforderungen zur Reduzierung des Verbrauchs zielen auf die Vermeidung nicht notwendiger Nutzungen. Trinkwasser sollte nur dort eingesetzt werden, wo es unverzichtbar ist. Garten und Rasen sollten nur im Notfall bewässert werden und nur in dem unbedingt erforderlichen Umfang.
Weiterhin wird empfohlen, Trinkwasser nicht zum Waschen von Fahrzeugen oder zum Reinigen von Gebäuden und Terrassen zu verwenden. Das Befüllen von Pools, Zisternen oder sonstigen Wasserspeichern sollte unterbleiben. Bei dringendem Bedarf an größeren Wassermengen, zum Beispiel bei Bautätigkeiten über Standrohre, ist eine vorherige Abstimmung mit der Rheingauwasser GmbH erforderlich.
Ausblick
Sollte der Verbrauch nicht deutlich sinken, könnten zusätzliche Maßnahmen zur Verbrauchsbegrenzung notwendig werden. Die knapper werdenden Fremdbezüge verringern die Flexibilität der Versorgung, was im Extremfall weitergehende Einschränkungen nach sich ziehen kann.
Für Verbraucher bedeutet das vor allem, dass sparsames Verhalten kurzfristig die Versorgungssituation stabilisieren kann. Die Rheingauwasser GmbH stuft die Lage derzeit als gelb ein, behält die Entwicklungen aber engmaschig im Blick.

