Donnerstag, 13.06.2024

Weltweit erreicht die Zahl der Binnenvertriebenen einen neuen Höchststand

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Friedemann Weißkopf
Friedemann Weißkopf
Friedemann Weißkopf schreibt seit 15 Jahren für die Rhein-Main Region.

Die Zahl der Binnenvertriebenen aufgrund von Kriegen und Konflikten hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Ende 2023 waren 75,9 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht, was einen Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 50 Prozent im Vergleich zu vor fünf Jahren bedeutet.

Zwei Drittel der Neuvertriebenen lebten in Gaza, Sudan und der Demokratischen Republik Kongo, wobei neun Millionen Menschen allein im Kriegsland Sudan auf der Flucht vor der Gewalt waren. Fast die Hälfte aller Binnenflüchtlinge weltweit waren in Afrika zu finden.

Darüber hinaus gab es weitere 114 Millionen Menschen, die über Ländergrenzen geflohen sind. Fast 90 Prozent der Binnenvertriebenen flüchteten aufgrund von Konflikten und Gewalt, während zehn Prozent aufgrund von Naturkatastrophen oder Unglücken flohen.

Insgesamt gab es 7,7 Millionen Menschen, die aufgrund von Naturkatastrophen Zuflucht in ihren Heimatländern suchen mussten.

Die hohe Zahl der Binnenvertriebenen wird als Versagen der Konfliktprävention und Friedensschaffung bewertet, und es wird darauf hingewiesen, dass Millionen von Menschen jahrelang kein neues Leben aufbauen können.

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