Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit hat Wiesbaden die Waldbrandwarnstufe auf fünf angehoben, die höchste Gefahrenstufe. Die Nachbarstadt Taunusstein orientiert sich an dieser Einstufung und hat die daraus resultierenden Einschränkungen übernommen. Ein aktueller Waldbrand Anfang August macht die Gefährdungslage vor Ort sichtbar.
Aktuelle Lage und Warnstufen
Die Entscheidung, die Warnstufe auf fünf zu setzen, beruht auf anhaltender Trockenheit und mangelnden Niederschlägen. Am Mittwoch, dem 5. August, brach ein Waldbrand im Bereich zwischen Bad Schwalbach Hettenhain und Taunusstein Seitzenhahn aus. Die Behörden betonen, die Warnstufen seien unabhängig von diesem einzelnen Ereignis festgelegt worden, das aber zeigt, wie schnell aus einer allgemeinen Trockenperiode eine akute Gefährdung werden kann.
Auf Landesebene hat das Hessische Forstministerium bereits am Montag, dem 3. August, die Alarmstufe A für die Forstverwaltung in ganz Hessen ausgerufen. Dem Ministerium zufolge führten örtliche Niederschläge bisher nicht zu einer spürbaren Entspannung. Seit Jahresbeginn wurden in Hessen etwa 100 Waldbrände mit einer betroffenen Fläche von rund 165 000 Quadratmetern registriert. Die Forstverwaltung erhöht die technische Einsatzbereitschaft und intensiviert die Abstimmung mit den örtlichen Brandschutzdienststellen.
Einschränkungen für Grillplätze und Grundstücke
Auf den drei städtischen Grillplätzen bleibt das Entzünden von Feuer und das Grillen verboten. Betroffen sind der Grillplatz Pfannkuchenwiese in Bleidenstadt, der Grillplatz Hambach und der Grillplatz Im Maisel in Neuhof. Die Plätze können nach vorheriger Reservierung weiterhin für Aufenthalte ohne offenes Feuer genutzt werden. Die Ordnungspolizei führt regelmäßige Kontrollen durch.
Auch für Gaststätten und Kleingärten, die maximal 100 Meter Luftlinie vom Waldrand entfernt liegen, gelten verschärfte Regeln: Auf diesen Grundstücken sind Feuer, Pyrotechnik und das Abbrennen von Schnittgut untersagt.
Verhaltensempfehlungen und Überwachung
Zum Schutz der Wälder ist das Rauchen im Wald ganzjährig verboten. Zufahrtswege müssen frei bleiben, damit Feuerwehr und Rettungskräfte ungehindert anrücken können. Fahrzeuge sollten nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden und nicht auf trockenem Bodenbewuchs.
Wer Rauch oder einen Brand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich den Notruf 112 zu informieren. Die Stadt beobachtet die Entwicklung der Waldbrandgefahr kontinuierlich und passt Maßnahmen gegebenenfalls an.
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