Freitag, 31.07.2026

Waldbrand bei Hanau: 2,5 Hektar verbrannt, Stadt verschärft Verbote und Kontrollen

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Ein Waldbrand westlich von Hainburg-Hainstadt und im Bereich der Alten Fasanerie in Klein-Auheim hat am Mittwoch rund 2,5 Hektar Vegetation zerstört. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer unter Kontrolle bringen, verletzt wurde niemand. Stadträtin Isabelle Hemsley bezeichnete das Ereignis als Mahnung und Warnung und dankte den mehr als 200 Kräften, die an den Löscharbeiten beteiligt waren.

Verlauf des Einsatzes

Die erste Alarmmeldung ging am Mittwoch um 16.07 Uhr ein. Das Feuer breitete sich bis an das Gelände des Tierparks Alte Fasanerie auf Hanauer Stadtgebiet aus, weshalb Einsatzkräfte der Feuerwehr Hanau hinzugezogen wurden, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Nach Angaben der Stadt waren insgesamt mehr als 200 Einsatzkräfte im Einsatz, davon etwa 120 ehrenamtliche und hauptamtliche Feuerwehrleute aus Hanau.

Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen dichter Vegetation, großer Hitze und Funkenflug schwierig. Im betroffenen Gebiet fehlen Hydranten, sodass Löschwasser mit Großtanklöschfahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht wurde. Nachlöscharbeiten dauerten auch am folgenden Tag an. Stand Donnerstag 14.30 Uhr befanden sich noch fünf Einsatzkräfte mit einem Kreisregner-System vor Ort.

Prävention und Verbote

Die Stadt Hanau hat als Reaktion auf den Brand das Grillen und offenes Feuer in öffentlichen Anlagen untersagt. Das Verbot gilt ausdrücklich auch am Mainufer. Die beiden ausgewiesenen Grillplätze an der Klosterruine Wolfgang und an der Barbarossaquelle werden in den Sommermonaten wegen erhöhter Waldbrandgefahr nicht vergeben. Die Stadt weist darauf hin, dass bereits ein Funke, eine glimmende Zigarette oder nicht vollständig abgelöschte Grillkohle ausreichen können, um trockene Vegetation in Brand zu setzen.

Zur Prävention sollen Stadtpolizei und die anlassbezogen eingesetzte Reiterstaffel der Landespolizei verstärkt Präsenz in den Waldgebieten zeigen und Besucher auf die Gefahren hinweisen. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service hat an sensiblen Stellen neue Hinweisschilder mit der Aufschrift „Rauchen, Grillen und offenes Feuer strengstens verboten“ angebracht.

Technik und Appell an die Bevölkerung

Bei dem Einsatz kam auch spezialisierte Technik zum Einsatz. Die Feuerwehr Hanau setzte den Löschroboter Magirus Wolf R1 ein, der für Vegetationsbrände in schwer zugänglichem Gelände vorgesehen ist. Solche Systeme sollen helfen, Einsatzkräfte zu entlasten und Zugang zu Brandherden zu ermöglichen, die für Menschen schwierig erreichbar sind.

Stadträtin Isabelle Hemsley betonte die Verantwortung jedes Einzelnen: „Dieses Feuer ist Mahnung und Warnung.“ Sie appellierte an die Bevölkerung, die bestehenden Verbote zu beachten und verdächtige Rauchentwicklungen oder Brände sofort über den Notruf 112 zu melden, damit Wälder und Erholungsgebiete geschützt werden können.

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