Mittwoch, 13.05.2026

Neue Frauenkammer soll Gleichstellungsarbeit in Rüsselsheim bündeln

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Der Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main hat die Bildung einer Frauenkammer für die Legislaturperiode von 2026 bis 2031 beschlossen. Die Einrichtung basiert auf einer überarbeiteten Geschäftsordnung und soll die Magistratsarbeit in Fragen der Gleichstellung beraten und zivilgesellschaftliche Anliegen in kommunale Entscheidungsprozesse einbringen.

Aufgaben und Schwerpunkte

Die Frauenkammer tritt als beratendes und empfehlendes Fachgremium auf. Sie versteht sich als Interessenvertretung für Frauen in der Stadt und soll dazu beitragen, strukturelle Benachteiligungen abzubauen sowie Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in allen kommunalen Handlungsfeldern zu verankern. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören politische und gesellschaftliche Teilhabe, Erwerbsarbeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit, die Vereinbarkeit von Familie Pflege und Beruf, Schutz vor Gewalt, Gesundheit, Bildung sowie Migration und Integration. Ebenfalls beachtet werden Mobilität Stadtentwicklung soziale Sicherung und die Repräsentanz von Frauen in Gremien Ehrenamt und Öffentlichkeit.

Zusammensetzung und Vernetzung

Die neue Geschäftsordnung legt Wert auf eine engere Vernetzung zwischen Politik Verwaltung Verbänden Initiativen Beratungsstellen Fachkräften und sachkundigen Einwohnerinnen. Durch die gezielte Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteurinnen insbesondere des Rüsselsheimer Frauennetzwerks sollen gleichstellungsrelevante Anliegen frühzeitig aufgegriffen und in die kommunalen Beratungs und Entscheidungsprozesse eingebracht werden.

Verankerung im Magistrat und Vorsitz

Die Leitung der Frauenkammer übernimmt Stadträtin Heide Böcker in Vertretung des Oberbürgermeisters. Damit ist das Gremium direkt an den Magistrat angebunden. Böcker sagte dazu: ‚Mit der neuen Frauenkammer stärken wir den gleichstellungspolitischen Dialog in Rüsselsheim am Main. Das Gremium bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen benennt Handlungsbedarfe und gibt Impulse für eine Stadt in der Frauen gleichberechtigt teilhaben und mitgestalten können.‘

Die Konstituierung der Kammer steht noch aus. Nach deren Abschluss soll die Frauenkammer ihre beratende und vernetzende Arbeit aufnehmen.

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