Mittwoch, 10.06.2026

Mehr als 150 Künstlerinnen und Künstler gestalten Wiesbadens Wände beim Meeting of Styles

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Wiesbaden wird im Juni erneut zur internationalen Kulisse für Graffiti und Urban Art. Vom Donnerstag, 11. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, arbeiten mehr als 150 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und dem Ausland an großformatigen Wandbildern. Besucherinnen und Besucher können die Entstehung der Werke vor Ort verfolgen und zahlreiche Programmpunkte kostenfrei besuchen. Das diesjährige Motto lautet Togetherness.

Festivalorte und Ablauf

Der erste Abschnitt des Festivals findet vom 11. bis 15. Juni am Brückenkopf Kastel statt. Die Anlage gilt als eine der größten Open Air Galerien der Rhein Main Region zwischen Köln und Stuttgart. Auf einer Fläche von rund 3 000 Quadratmetern werden in dieser Zeit neue Wandbilder entstehen.

Im Anschluss kehrt das Festival mit dem sogenannten MOS Aftermath vom 17. bis 21. Juni an seinen historischen Ursprungsort zurück. Auf dem Gelände des Schlachthofs ergänzen Vorträge, Filmvorführungen, Gesprächsrunden und weitere Wandgestaltungen das Programm.

Programmhighlights

Zwischen dem 11. und 15. Juni sind Live Paintings und ein vielfältiges Begleitprogramm am Brückenkopf geplant. Am Samstag, 13. Juni, ab 16 Uhr findet in der Reduit Kastel erstmals im Rahmen des Festivals ein 3×3 Basketball Turnier statt. Veranstalter sind die Offene Kinder und Jugendarbeit des Amtes für Soziale Arbeit und der Verein Mobile Jugendarbeit Moja.

Am Freitag, 12. Juni, wird es einen Graffiti Workshop für Jugendliche geben. Dieser findet in Kooperation mit der Abteilung Jugendarbeit statt und steht Interessierten der städtischen Jugendzentren offen.

Am Mittwoch, 17. Juni, um 20 Uhr 15 zeigt das Murnau Filmtheater den Graffiti Kultfilm Wholetrain. Im Anschluss diskutieren Regisseur Florian Gaag und beteiligte Künstlerinnen und Künstler über den Film und ihre Arbeit.

Zum Abschluss lädt das Festival am Sonntag, 21. Juni, um 11 Uhr zum Art Walk and Talk auf das Schlachthofgelände. Bei einem Rundgang stellen Manuel Gerullis und beteiligte Künstlerinnen und Künstler die entstandenen Werke vor. Die Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher wird ein kurzes Grußwort sprechen.

Herkunft und Perspektive

Die Wurzeln des Meeting of Styles liegen in Wiesbaden. Aus den sogenannten Wall Street Meetings am Schlachthof entwickelte sich ab 1997 ein globales Netzwerk, das heute Veranstaltungen in mehr als vierzig Ländern umfasst. Festivalinitiator Manuel Gerullis weist darauf hin, dass viele teilnehmende Künstlerinnen und Künstler zu den prägenden Persönlichkeiten ihrer Szene zählen und die gemeinsame Arbeit in Wiesbaden einen Teil der internationalen Graffiti Geschichte sichtbar macht.

Der Oberbürgermeister Gert Uwe Mende betont, Wiesbaden könne sich damit rühmen, Ausgangspunkt einer internationalen Kulturbewegung gewesen zu sein. Die Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher hebt die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum hervor. Sie sagt, das Festival ermögliche Begegnung, erleichtere Gespräche und mache Ausdrucksformen junger Menschen sichtbar und anerkannt.

Für das Jahr 2027 kündigt das Meeting of Styles ein Jubiläum an. Dann soll das dreißigjährige Bestehen in Wiesbaden begangen werden. Die Veranstalter planen, die Geschichte des Festivals und seine internationale Bedeutung stärker in den Blick zu rücken und freuen sich über weitere Unterstützerinnen und Unterstützer.

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