Freitag, 13.03.2026

Hanau gedenkt der Deportation von 39 Sinti vor 83 Jahren

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Am 23. März findet in Hanau ein stilles Gedenken an die Deportation von 39 Sinti aus der Stadt und der Region statt, die am selben Datum im Jahr 1943 nach Auschwitz verschleppt wurden. Viele der Deportierten waren Frauen, Männer und Kinder, die dort überwiegend ermordet wurden. Die Stadt erinnert mit einer Kranzniederlegung an das Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Details der Gedenkveranstaltung

Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt am Montag, 23. März, um 16.30 Uhr an der Gedenktafel am Neustädter Rathaus. Nach Angaben der Stadt ist ein gemeinsames stilles Gedenken geplant, im Anschluss erfolgt eine Kranzniederlegung. Die Verwaltung lädt die Bevölkerung zur Teilnahme ein.

Historischer Kontext und Bedeutung

Am 23. März 1943 wurden 39 Menschen aus der hanauischen Sinti-Gemeinschaft deportiert und nach Auschwitz gebracht. Die meisten von ihnen starben dort infolge der systematischen Vernichtungsmaßnahmen des NS-Regimes. Bundesweit und europaweit fielen dem Völkermord nach Schätzungen über 500 000 Sinti und Roma zum Opfer.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky betonte die Bedeutung der Erinnerung. Er sagte, die Erinnerung an das Schicksal der Hanauer Sinti sei ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte und stehe stellvertretend für einen beispiellosen Völkermord. Das Gedenken mahne dazu, Vorurteilen und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und die Menschenwürde aller zu schützen.

Einbettung in die Wochen gegen Rassismus

Die Veranstaltung ist Teil der Hanauer Wochen gegen Rassismus. Informationen zu weiteren Aktionen und Terminen sind auf der Webseite der Aktionswochen verfügbar: www.wgr-hanau.de.

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