Mittwoch, 04.03.2026

Betriebliche Kinderbetreuung in Dotzheim soll Schichtkräften im Klinikbereich helfen

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Nachrichten aus dem Rhein-Main Gebiet und Hessen

Die Landeshauptstadt Wiesbaden, die GWW und das Klinikum Helios HSK planen eine betriebliche Kindertagespflege in einem neuen Wohnbauprojekt in Dotzheim. Ziel des Modellprojekts ist es, Beschäftigte mit Schichtdienst und frühem Arbeitsbeginn am Gesundheitsstandort durch ein wohnort- und arbeitsplatznahes Betreuungsangebot zu entlasten. Die Stadt will zwei Wohnungen anmieten, in denen bis zu vier Tagespflegepersonen bis zu 16 Betreuungsplätze anbieten können.

Hintergrund und Bedarf

Verlässliche Kinderbetreuung gilt insbesondere im Gesundheitswesen als wichtiges Element, um die Rückkehr nach der Elternzeit zu erleichtern und Fachkräfte langfristig zu halten. Bei Pflegekräften und Klinikpersonal führen Schichtdienst, unregelmäßige Arbeitszeiten und sehr frühe Dienstzeiten regelmäßig zu organisatorischen Belastungen für Familien. Vor diesem Hintergrund haben kommunale Dezernate und das Klinikum gemeinsam nach passgenauen Lösungen gesucht.

Konkrete Umsetzung im Wohnprojekt

Das Modell sieht vor, dass die GWW in ihrem Wohnbauvorhaben in Dotzheim zwei Wohnungen zur Verfügung stellt, die die Stadt anmietet. In diesen Wohnungen sollen bis zu vier Tagespflegepersonen tätig werden, sodass in direkter Nähe zum Klinikum insgesamt bis zu 16 Betreuungsplätze entstehen können. Die Angebote sollen flexibel auf Schichtdienste und frühe Dienstbeginne reagieren, ohne den pädagogischen Anspruch der Kindertagespflege zu verändern.

Aufgabenverteilung und Kooperationen

Die fachliche Ausgestaltung übernimmt das Amt für Soziale Arbeit mit der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege. In die Vorbereitung wurden auch Gespräche mit weiteren Einrichtungen geführt, darunter das Zwerg Nase Zentrum, der Caritasverband Wiesbaden Rheingau Taunus und die Altenhilfe Wiesbaden GmbH, um Bedarfe zu prüfen und mögliche Perspektiven auszuloten. Das Projekt baut auf Erfahrungen mit der bereits etablierten betrieblichen Kindertagespflege Raiffeisenzwerge auf, die in Kooperation mit der R + V entstanden ist.

Erwartete Wirkung und nächste Schritte

Stadtvertreterinnen und Vertreter sehen in dem Vorhaben eine Stärkung der sozialen Infrastruktur und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung am Gesundheitsstandort. Die Stadt betont, dass das Angebot konkret auf die Bedürfnisse von Familien reagieren und zugleich Qualität und Verlässlichkeit in der Betreuung sichern soll. Parallel dazu will die Stadt die Kindertagespflege insgesamt weiterentwickeln. Anstehende Beratungen von Kindertagespflegepersonen im Rathaus sollen aktuelle Entwicklungen und Bedarfe weiter thematisieren.

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