Montag, 24.06.2024

EU-Skepsis gewinnt in Nordmazedonien die Oberhand

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Sophia Wegner
Sophia Wegner
Sophia Wegner ist eine renommierte Kolumnistin, die für ihre scharfsinnigen Kommentare zu aktuellen Ereignissen bekannt ist.

Die konservativ-nationalistische Oppositionspartei VMRO-DPMNE hat die Parlaments- und Präsidentenwahlen in Nordmazedonien gewonnen, was voraussichtlich das Ende der Annäherung des Landes an die Europäische Union bedeutet. Die bisherige regierende Partei ‚Sozialdemokratischer Bund‘ wurde abgestraft, und eine Koalition namens ‚Europäische Front‘ wurde drittstärkste Kraft. Die albanische Parteienkoalition ‚Vlen‘ erhielt ebenfalls einen signifikanten Stimmenanteil und könnte eine Rolle in der Regierung spielen.

Die von der VMRO unterstützte Kandidatin gewann die Stichwahl zum Präsidentenamt. Die VMRO-Vorsitzende lehnt die Vorbedingung Bulgariens zur Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der EU ab und warnt vor einer ungewissen ‚europäischen Zukunft‘.

Die Sozialdemokraten wurden durch Versäumnisse und Korruption geschwächt und die Beziehungen zu Bulgarien sowie zur EU sind durch Misstrauen geprägt.

Die Wahlergebnisse deuten auf einen politischen Wandel in Nordmazedonien hin, der voraussichtlich die europäische Annäherungspolitik des Landes beeinflussen wird. Die ablehnende Haltung der VMRO-DPMNE gegenüber den EU-Beitrittsgesprächen und die Schwächen der Sozialdemokraten könnten die Beziehungen zu Bulgarien und der EU weiter erschweren.

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