Seit dem 6. Februar gilt in der Susannastraße in Igstadt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30. Die Maßnahme ist eine Reaktion der Stadtverwaltung auf einen Wunsch des Ortsbeirats und soll die Wohnbevölkerung vor Verkehrslärm schützen.
Entscheidung nach rechtlicher Prüfung und Lärmberechnung
Das Verkehrsdezernat teilte mit, die Einführung von Tempo 30 sei nach einer rechtlichen Prüfung möglich gemacht worden. Dem Umweltamt zufolge bestätigten umfangreiche Lärmberechnungen, die dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren entsprechen, die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsbegrenzung.
Verkehrsdezernent Andreas Kowol erklärte, man habe die Maßnahme umgesetzt, um die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner zu schützen. Dort, wo Menschen wohnen, schlafen und Kinder sich aufhalten, bestehe ein Anspruch auf ein gesundheitlich unbedenkliches Umfeld. Die Stadt wolle Menschen überall dort vor Lärm schützen, wo die Grenzwerte überschritten seien, heißt es weiter.
Weitere Straßen in Wiesbaden sollen folgen
Die Stadt kündigte an, in mehreren weiteren Wiesbadener Ortsteilen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Hauptverkehrsstraßen mit Wohnbevölkerung umzusetzen. Betroffen sind unter anderem Nauroder Straße B455 in Bierstadt, Hausnummern 59 bis 132; Barbarossastraße und Wandersmannstraße in Erbenheim, Wandersmannstraße Hausnummern 38 bis 54; Straße der Republik, Rathausstraße und Stettiner Straße in Biebrich; Wiesbadener Straße in Kastel; Zietenring im Westend beziehungsweise Bleichstraße; Frankfurter Straße in Südost, Hausnummern 19 bis 31 beziehungsweise 17 bis 40; sowie die Erich Ollenhauer Straße im Bereich Dotzheim Mitte bis Willi Werner Straße.
Unabhängig davon werde geprüft und umgesetzt, ob Zonen mit Tempo 30 in Wohngebieten sowie vor Schulen und Kindertagesstätten eingerichtet werden können. Voraussetzung dafür seien die Wünsche der Ortsbeiräte und die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Kommunikation vor Ort
Die Einführung der neuen Verkehrsregelung in der Susannastraße erfolgte auf Initiative des Ortsbeirats. Vor Ort wurde die Maßnahme von Verkehrsdezernent Andreas Kowol und der Ortsvorsteherin von Igstadt, Birgit Neumann, begleitet.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass weitere Entscheidungen zu Tempo 30 auf Basis der jeweils vorliegenden Lärmdaten und rechtlichen Prüfungen getroffen werden.
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