Das Postskriptum, häufig mit PS abgekürzt, dient als nachträgliche Ergänzung in Texten, besonders in Briefen und E-Mails. Es ermöglicht dem Verfasser, Gedanken oder Informationen zu teilen, die ihm nach dem Schreiben des Haupttextes eingefallen sind. Postskripte kommen nicht nur in persönlicher Korrespondenz, wie Beileidsbekundungen, zum Einsatz, sondern sind auch in geschäftlichem Schriftverkehr von Bedeutung. Der Duden weist darauf hin, dass Formulierungen im PS in der Regel schlicht gehalten sind, da sie häufig einen informelleren und persönlicheren Stil aufweisen. Zudem kann das Postskriptum auch in anderen Textsorten, wie im Usenet, verwendet werden. Es stellt eine nützliche Möglichkeit dar, um Informationen zu Preisen oder Eigenschaften von Objekten zu klären oder zusätzliche relevante Details zu einem Thema hinzuzufügen, ohne den Fluss des Haupttextes zu stören.
Die Herkunft des Postskriptums
Die Herkunft des Postskriptums reicht bis ins Lateinische zurück, wo der Begriff „postscribere“ bedeutet, nach dem Schreiben zu handeln. Ein Postskriptum, oft abgekürzt als PS, stellt eine Nachschrift dar, die dem Leser zusätzliche Informationen bietet, die nach dem Haupttext eines Briefes oder Dokuments eingefügt werden. Diese Form der Nachschrift hat sich über die Jahrhunderte hinweg entwickelt und findet sich in verschiedenen Kommunikationsformen, einschließlich der elektronischen Textverarbeitung. Im Neugriechischen wird das Postskriptum ebenfalls als „Να σημειώσω“ bezeichnet, was so viel wie „Ich füge hinzu“ bedeutet. Die Verwendung eines PS als Schlussformel verleiht einem Schreiben eine persönliche Note und ermöglicht dem Absender, Gedanken zu ergänzen, ohne die ursprüngliche Grammatik des Textes zu beeinträchtigen. Die Bedeutung des Postskriptums bleibt relevant, egal ob in traditionellen Briefen oder modernen E-Mails.
Tipps für die richtige Verwendung
Ein Postskriptum (PS) ist nicht nur ein nützliches, sondern auch ein kreatives Werkzeug in der Bürokommunikation. Bei der Anwendung sollte die Schreibweise gemäß DIN 5008 erfolgen, um formelle Standards zu wahren. Dabei ist es wichtig, auf die Rechtschreibung zu achten, um den professionellen Eindruck zu sichern. Für Sekretärinnen und alle, die in der Textverarbeitung tätig sind, kann das Postskriptum als unsichtbare Geheimwaffe wirken, insbesondere beim Ansprechen jüngerer Zielgruppen wie der Generation Y und Generation Z. Ein gut platziertes PS kann emotionale Akzente setzen oder wichtige Informationen hervorheben. In der digitalen Ära sollte der Einsatz jedoch überlegt sein; weniger ist oft mehr. Vermeiden Sie Überladung und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. So wird das Postskriptum zum rhetorischen Mittel, das Ihren Texten zusätzliche Tiefe verleiht.
Dos and Don’ts beim PS
Beim Verfassen eines Postskriptums (PS) ist es wichtig, bestimmte Dos and Don’ts zu beachten. Dos umfassen die korrekte Verwendung der Abkürzung PS, die gemäß Duden meistens in Großbuchstaben geschrieben wird. Achten Sie darauf, den Doppelpunkt in der Einleitung des Postskriptums richtig zu setzen und die Rechtschreibung gemäß DIN 5008 zu befolgen. Wenn mehrere Postskripten in einem Dokument vorgesehen sind, nutzen Sie klare Überschriften oder Nummerierungen, um Verwirrung zu vermeiden.
Don’ts sollten die Mehrfachverwendungen des PS in einem einzigen Dokument vermeiden, da dies den Lesefluss stören kann. Auch sollte das Postskriptum nicht als rhetorisches Mittel missbraucht werden; es ist als Nachsatz gedacht, nicht als Hauptbestandteil. Eine sachliche und prägnante Formulierung hilft, den Zweck des Postskriptums optimal zu erfüllen.


