Freitag, 06.03.2026

Kita Europaviertel in Wiesbaden erhält 1000 Euro und Lernroboter für Ausbau des MINT Angebots

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Die städtische Kindertagesstätte Europaviertel in Wiesbaden hat eine Spende in Höhe von 1000 Euro für den Ausbau ihres MINT Angebots erhalten. Die Zuwendung der netorium AG dient der qualitativen Weiterentwicklung einer bestehenden Holz- und Töpferwerkstatt zu einem modularen MINT Labor. Zur Übergabe kamen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, des Fördervereins der Kita sowie Mitarbeitende der Einrichtung zusammen.

Herkunft der Mittel und zusätzliche Sachspende

Die Spende geht auf eine Aktion der netorium AG zurück, bei der über den LinkedIn Kanal des Unternehmens Interaktionen gesammelt wurden. Aus den Beiträgen ergaben sich zunächst 680 Euro, die netorium auf 1000 Euro aufstockte. Zudem stellte das Unternehmen Moravia Consulting spontan einen Cubetto Lernroboter aus Holz zur Verfügung. Der Roboter ist für Kinder ab drei Jahren gedacht und soll einen bildschirmfreien Einstieg in die Programmierung ermöglichen.

Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, beschrieb Technologie als Leidenschaft des Unternehmens und betonte, dass netorium MINT Projekte fördern wolle, um Neugier und Entdeckergeist zu unterstützen. Aus dem Marketingteam ergänzte Friederike Herrmann, die Aktion sei ihnen eine Herzenssache und passe zur Unternehmensausrichtung.

MINT Schwerpunkt der Kita und pädagogischer Ansatz

Die Kita Europaviertel betreut 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in sieben Gruppen. 29 Mitarbeitende arbeiten dort nach dem Freinet Konzept, das Lernen an Alltagssituationen anknüpfen lässt und Kinder zum Beobachten, Experimentieren und gemeinsamen Problemlösen anregt. Seit 2014 kooperiert die Einrichtung mit Martin Hezel im Projekt Der Rote Koffer, in dem handwerkliche Tätigkeiten wie Sägen oder Hämmern mit ersten informatischen Inhalten verbunden werden.

Typische Projekte in der Einrichtung sind ein Parkour für die Logo Maus, eigene Toniboxen oder Experimente mit Elektronik. Bereits 2020 wurde die Kita erstmals als Haus in dem Kinder forschen zertifiziert, später folgten zwei weitere Zertifizierungen.

Ausbaupläne und Vernetzung

Die nun geförderte Maßnahme sieht einen modularen Ausbau des vorhandenen Werksraums vor, mit dem Ziel, forschendes Lernen stärker zu ermöglichen und naturwissenschaftliche sowie technische Fragestellungen eigenständig erkunden zu lassen. Perspektivisch sollen Materialien auch anderen Einrichtungen zugänglich gemacht werden, sodass das Angebot über die einzelne Kita hinaus wirksam werden kann.

Die Maßnahme ist eingebettet in die Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks Wer? WI? Was? Kinder forschen in und um Wiesbaden. Über dieses Netzwerk erhalten pädagogische Fachkräfte Fortbildungen und Einrichtungen können eine Zertifizierung anstreben.

Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher hob bei der Übergabe hervor, dass frühe MINT Bildung Chancengleichheit und Zukunftskompetenzen stärken könne. Sie dankte den unterstützenden Unternehmen und verwies darauf, dass Investitionen in Bildung Verantwortung für den Nachwuchs und die Zukunft der Stadt bedeuteten.

Nach der Spendenübergabe wurden die nächsten Schritte für die Umgestaltung des modularen MINT Labors konkretisiert. Die neuen Angebote sollen schrittweise in den Kita Alltag integriert werden.

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