Freitag, 13.02.2026

Hanau bringt 25 interaktive Kippensammler im Stadtgebiet an

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Die Stadt Hanau hat 25 neue Kippensammler im gesamten Stadtgebiet installiert. Die Geräte sind Teil der Sauberkeitskampagne ‚JuchHU sauber‘ und ergänzen 30 bereits zuvor angebrachte Sammelbehälter. Betreiber ist der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service, der die Montage koordiniert hat.

Aufbau und Standortwahl

Die neu angeschafften Sammler bestehen aus zwei durchsichtigen Röhren mit einer darüber angebrachten Abstimmungstafel. Beim Einwerfen einer Zigarettenkippe kann die werfende Person so gleichzeitig eine von zwei Optionen markieren. Beispiele für Abstimmungsfragen sind lokale Veranstaltungen oder Bäder, aktuell auch Karnevalsgrüße.

Die Aufstellung erfolgte nach Angaben der Stadt so, dass mindestens zwei Geräte pro Stadtteil vorhanden sind, zusätzliche Exemplare wurden in Bereichen mit hoher Fußgängerfrequenz in der Innenstadt montiert. Die genauen Standorte habe man in Absprache mit den Hanauer Ortsbeiräten festgelegt. Die Sammler wurden von einer Hanauer Schlosserei gefertigt, die Stadt hebt damit einen regionalen Produktionsbezug hervor.

Spielerischer Ansatz und Bußgeld als Ergänzung

Stadträtin und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley betont, dass es darum gehe, Sauberkeit im Stadtbild zu fördern und dabei neue Wege zu gehen. Die Sammler sollen Aufmerksamkeit erzeugen, zur Beteiligung anregen und konkret dazu beitragen, dass weniger Kippen auf Gehwegen, Plätzen und in Grünanlagen landen. Hemsley verwies zudem auf die erhöhte Bußgeldregelung: Seit Monatsbeginn sind für weggeworfene Zigaretten mindestens 120 Euro pro Vergehen fällig.

Hintergrund der Sauberkeitskampagne

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service berichtet, dass 2025 rund 175 Tonnen illegaler Müll im Stadtgebiet beseitigt wurden. Dies geschah trotz der vorhandenen Entsorgungsmöglichkeiten, zu denen nach Angaben der Stadt etwa 1.800 öffentliche Abfallbehälter und ein Wertstoffhof zählen. Allein das Entfernen von Zigarettenkippen auf dem Freiheitsplatz kostet die Stadt den Angaben zufolge etwa 10.000 Euro jährlich.

Die Kampagne ‚JuchHU sauber‘ soll demnach das Bewusstsein für Müllvermeidung und richtige Abfallentsorgung stärken. Zu den Maßnahmen gehören Informationsmaterialien, Plakate und Aufkleber im Stadtbild sowie gezielte Aktionen und direkte Ansprache von Bürgerinnen und Bürgern. Ziel ist es laut Stadtverwaltung, die Bevölkerung nicht zu belehren, sondern auf unterhaltsame Weise zur Beteiligung zu motivieren.

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